Leistungssport und Talentförderung ist ein wichtiger Teil der Arbeit im Bayerischen Triathlon-Verband e.V. Der BTV unterhält zudem in Nürnberg einen Bundesstützpunkt Triathlon.

Im vergangenen Jahr gewann Moritz Göttler noch im Renndress des hessischen Landesverband den DTU-Jugend Cup in Goch. Ein Sieg, der ihn im Gesamtklassement den zweiten Platz einbrachte. Kurz darauf, im September, zog der 16-jährige nach Nürnberg und besucht seither dort die Bertolt-Brecht-Schule. Seine Paradedisziplin: Das Laufen. Im Frühjahr erzielte er beim Kadertest eine Laufzeit von 15.49 Minuten über die fünf Kilometer auf der Bahn.

Gerade jetzt versucht Moritz die zusätzliche Zeit zu nutzen, sich vor Laufeinheiten „vernünftig zu aktivieren,“ wie er sagt, und diese dann möglichst sorgfältig nachzubereiten. Die zusätzliche Zeit nutzt er auch, um neue Rad- und Laufstrecken zu erkunden: „Hier, zu Hause in Heidelberg, gibt es wirklich viele sehr schöne Routen, auf denen ich noch nicht unterwegs war. Das bringt zusätzlich Spaß ins Training.“ Nürnberg fehlt ihm trotzdem ein wenig: „Auf das Training in der Gruppe und den Internatsalltag freue ich mich. Es ist doch schöner in einer großen, leistungsstarken Gruppe zu trainieren, als alleine daheim. Noch dazu sind ja auch einige meiner besten Freunde am Bundesstützpunkt!

In unserer Serie „Zu Hause Trainieren“ zeigt Moritz eine ganze Reihe an Dehnübungen. „Alle Übungen nutze ich primär zur Nachbereitung von Laufeinheiten, da es sich gut anbietet, den bereits aufgewärmten Muskel zu dehnen. Ich merke auch, dass mir diese Übungen sehr bei der Regeneration helfen,“ begründet er seinen Trainings-Tipp. „Die Arbeit im Bereich der Beweglichkeit hat mir definitiv beim Auskurieren meiner Laufverletzungen sehr geholfen, vor allem bei der letzten, da diese mit einer Beckenblockade einher ging.“

 

Übung 1 | Fußgewölbe, Bänder und Sehnen lockern

Du benötigst für diese Übung einen Stab. Ich verwende einen Teleskopstab. Ein Besenstil tut es aber auch. Nun stellst Du Dich mit dem einen Fuß quer auf den Stab und steigst mit dem anderen über den Stab hinüber und wieder zurück. Dabei wird jeder Stellen finden, die gelockert werden müssen 😉 Fortgeschrittene können alternativ auch eine Langhantelstange verwenden.

Übung 3 | Dehnung des unteren Rücken

Stelle Dich an eine Wand und überkreuze die Beine. Die Außenkanten der Füße stehen nun parallel nebeneinander. Drücke dann Deine Hüfte gegen die Wand und versuche mit dem Arm abseits der Wand so weit wie möglich Richtung Boden zu kommen. Den wandzugewandten Arm nimmst Du über den Kopf  und versuchst auf der anderen Seite ebenfalls in Richtung Boden zu greifen. Du solltest ein leichtes ziehen überhalb des Beckens und im unteren Rücken spüren. Nach kurzer Haltedauer wechsle ich die Seite. Die Übung wiederhole ich drei Mal.

Übung 4 | Achillessehne dehnen

Stelle dich mit der Körpervorderseite zu einer Wand. Stelle dann ein Bein so gegen die Wand, dass die Ferse am Boden und der Vorfuß an der Wand steht. Nun schiebst Du deinen Körperschwerpunkt vorsichtig so weit wie möglich nach vorne Richtung Wand. Du wirst ein Ziehen an der Ferse und im untere Teil der Wade spüren. Wechsle drei Mal die Seite.

Übung 5 | Schultergürtel dehnen

Lege Dich auf die Seite und strecke den unteren Arm nach vorne aus. Das untere Bein bleibt in Verlängerung des Körpers ausgestreckt. Das obere Bein winkelst Du ca. 90 Grad zur Hüfte an. Um die Position einfacher halten zu können, klemmst Du den Fuß hinter den untenliegenden Oberschenkel. Nun streckst Du den oberen Arm aus und lässt Ihn auf Schulterhöhe Daumen voran langsam hinter Dich fallen, ohne dass Du die Haltung des restlichen Körpers veränderst.

Übung 6 | Dehnen des großen Gesäßmuskel

Starte im Sitzen, mit leichter Rücklage. Die Arme stützen die Position hinter den Schultern. Nun schlägst Du ein Bein so über Dein anderes, dass der Knöchel auf dem Knie liegt. Anschließend hebst Du Dein Gesäß ein Stück vom Boden und setzt Dich auf einen Tennisball. Rolle über verschiedene Stellen des großen Gesäßmuskels. Auch hier wirst Du Bereiche finden, die Spaß machen ????????. Mir hilft es, mehrere Sekunden auf den schmerzhaften Stellen zu bleiben. Herumrollen ist aber auch erlaubt. Wem ein Tennisball zu weich ist, der kann auch eine Rolle nutzen.

 

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* Bitte beachte: Training sollte grundsätzlich nur bei voller Gesundheit durchgeführt werden. Bei Unsicherheit oder wenn während einer Übung Beschwerden auftreten, ist das Training abzubrechen und bei ernsten Bedenken ein Arzt zu konsultieren.
Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Moritz Göttler/ Christine Waitz; [22.4.2020]; Fotos: Moritz Göttler

Mit Anabel Knoll und Max Sperl trainieren zwei weitere Profisportler am Bundesstützpunkt in Nürnberg. „Die Trainingsbedingungen hier sind einfach ideal,“ sagt die 24-jährige Anabel Knoll. Sowohl sie, als auch ihr Partner leben mittlerweile in der fränkischen Metropole. Beide haben in den letzten Jahren in den USA ein Studium absolviert und konzentrieren sich derzeit ganz auf den Sport. „Zum Leben als Profisportler gehört nicht nur jeden Tag viel und hart zu trainieren, sondern auch Verbindungen zu Partnern und Sponsoren aufrecht zu halten bzw. aufzubauen. Zudem ist es ein sehr großes Privileg dass zu tun was einem Spaß macht und am Herzen liegt.“

Die gebürtige Ingolstädterin Anabel Knoll absolvierte 2019 eine wettkampfreiche Saison. Zwei Mal schaffte sie den Sprung auf internationale Podien:
Beim American Cup in Richmond und beim ITU Triathlon World Cup in Tiszaujvaros. Max Sperl konnte in diesem Jahr sogar schon ein Rennen absolvieren, bevor die Saison unterbrochen wurde. Er war beim Panamerican Cup in Clermont am Start. „Natürlich ist die momentane Situation für alle Athleten eine Herausforderung,“ erklären Anabel und Max einstimmig. „Alle gesetzten Ziele, ob beim Qualifikationswettkampf für Tokio in Kienbaum für mich,“ meint Anabel, „oder bei Internationalen Rennen für Max, müssen über den Haufen geworfen oder erstmal auf nächste Saison verschoben werden. Das Ziel für diese Saison lautet somit: Jeden Tag so gut zu trainieren wie möglich um immer ein Stückchen besser zu werden und das Beste aus der Situation machen was auch heißt, neue Sachen auszuprobieren.“

Statt durch die Welt zu reisen, gibt es nun eben Athletiktraining in der Wohnung. Zwei bekannte Übungen für Rumpfstabilität haben die beiden für unsere Serie auf ein neues Niveau gehoben.

1 | Plank mit Widerstand

Ausgangsposition für die erste Übung ist ein normaler Unterarmstütz. Die Ellenbogen sollten unter der Schulter liegen, die gesamte Körperlänge liegt auf einer Linie. Wer diese Übung routiniert beherrscht, kann sich einen Schwierigkeitsgrad höher wagen. Nun wird die Belastung auf einen Fuß verlagert. Der Unterschenkel wird in senkrechte Position zum Boden gebracht. Das Becken darf dabei nicht auf eine Seite kippen, sondern muss so fest und stabil bleiben, wie zuvor. Noch nicht genug? Dann lege eine Theraband-Schlaufe um dein Standbein und den Fuß, der 90° Richtung Decke schaut. Mit kleinen Bewegungen nach oben stärkst so so auch noch den Gluteus. Nach wie vor solltest Du auf die hohe Gesamtspannung achten.

Deine Haltezeit: So lange Du die Übung sauber durchführen kannst; 3 Wiederholungen. Wer die zweite oder dritte Schwierigkeitsstufe erreicht, sollte natürlich zwischendrin das Bein wechseln.

2 | Hip Lift

Auch Max Sperl zeigt zwei Varianten einer Übung, die für das Training der Gesamtspannung und besonders den Rumpfbereich perfekt geeignet ist. Ausgangspunkt für Variante Eins ist die Rückenlage. Eine Rolle liegt im Unterschenkelbereich knapp über den Sprunggelenken so, dass die Füße darüber hinaus schauen. Nun hebst Du beide Arme und streckst sie auf Schulterhöhe Richtung Decke. Als nächstes hebst Du das Gesäß vom Boden. Im letzten Schritt bringst du die Belastung auf ein Bein und ziehst das Knie des anderen Beins Richtung Brust, bis Körper und Oberschenkel und Oberschenkel und Unterschenkel jeweils im rechten Winkel zueinander stehen. Halten!

Noch schwieriger Wird es, Wenn das Haltebein nicht ausgestreckt ist, sondern du damit auf der Rolle stehst. Nun musst du nämlich auch hier noch Haltearbeit leisten und darauf achten, dass du nicht die Balance verlierst. Pro Seite 30-40s Haltedauer und drei Sätze sind ein gutes Ziel!

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* Bitte beachte: Training sollte grundsätzlich nur bei voller Gesundheit durchgeführt werden. Bei Unsicherheit oder wenn während einer Übung Beschwerden auftreten, ist das Training abzubrechen und bei ernsten Bedenken ein Arzt zu konsultieren.
Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [20.4.2020];  Fotos: Teresa Knoll/ Anabel Knoll/ Max Sperl

Seit zwei Jahren startet Neilan Kempmann für den SC Delphin Ingolstadt. Seine Heimat hat der 18-jährige im westfälischen Werther. Von dort aus hatte er sich bereits 2016 für den Weg Richtung Leistungssport entschieden. Zunächst besuchte er ein Internat am Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen. 2018 wechselte er dann nach Bayern. „Mir gefällt es sehr gut in Nürnberg,“ zieht er Fazit. „Das Umfeld ist hervorragend, um sich auf den Sport zu konzentrieren und alles mit der Schule zu vereinbaren. Besonders die harmonierende Trainingsgruppe sorgt für Spaß während der Einheiten und auch neben dem Sport unternehmen wir viel zusammen.“

Bereits 2016 gewann Neilan die Deutschen Meisterschaften der Jugend B in Nürnberg, 2017 sammelte er erste Erfahrungen auf der internationalen Rennbühne und auch im vergangenen Jahr durfte er beim ETU Triathlon Junior European Cup in Tiszaujvaros in Ungarn starten. Sein Ziel für 2020: In diesem Jahr möchte er nach meiner Verletzung langsam zu alter Stärke im Laufen zurückkommen. Von der aktuellen Situation will er sich nicht die Motivation und den Spaß rauben lassen: „Mal sehen welche Wettkämpfe stattfinden. Bei denen möchte ich mich dann natürlich vorne zeigen.“ Besonders bei der Junioren DM möchte er auf das Podium.
Eigentlich hätte Neilan in diesem Jahr sein Abitur gemacht: „Im Nachhinein habe ich mit der Schulzeitstreckung an der Bertolt-Brecht-Schule alles richtig gemacht und entgehe so der ungewissen Situation in diesem Jahr ein bisschen,“ berichtet er.

Während der derzeitigen Zwangspause im Wettkampfbetrieb arbeitet er auf der heimischen Terrasse gezielt an seiner Athletik. Für unsere Serie „Zu Hause trainieren“ hat er sich eine Übung auf dem Balance-Pad überlegt.

Balance und Kraft mit der Y-Übung trainieren

„Die Y-Übung auf dem Balance-Pad ist wirklich effektiv,“ sagt er. „Sie trainiert Gleichgewicht, Bein- und Fußmuskulatur und fördert die Beinachsenstabilität.“ Eingebaut in normales Athletiktraining dient sie besonders der Verletzungprävention beim Laufen.

Ausgangslage ist ein möglichst stabiler Einbeinstand. Routiniers können, um die Übung noch komplexer zu machen, ein Wackelkissen nutzen. Ziel der Übung ist es, mit dem freien Fuß ein großes Y, nach vorne, schräg rechts und links hinten zu zeichnen. Um die drei Schenkel des Y mit den Zehenspitzen abfahren zu können, muss man für jede Strecke leicht in eine einbeinige Kniebeuge gehen. Dabei ist es wichtig, Hüfte und Knie stabil senkrecht untereinander zu halten und Ausweichbewegungen oder Abstützen mit dem freien Bein zu vermeiden.

Je nach individuellem Können sollten 2-4 Durchgänge pro Bein mit 3 Wiederholungen gemacht werden, mit Beinwechsel nach jedem Durchgang. Als Wiederholung zählt je eine vollständige Y-Bewegung.

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* Bitte beachte: Training sollte grundsätzlich nur bei voller Gesundheit durchgeführt werden. Bei Unsicherheit oder wenn während einer Übung Beschwerden auftreten, ist das Training abzubrechen und bei ernsten Bedenken ein Arzt zu konsultieren.
Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [20.4.2020]; Video: Neilan Kempmann; Foto: Jonas Conrad/DTU

Im Treppenhaus schwimmen? Das geht! Zwar nach wie vor ganz ohne Wasser, doch Nachwuchstalent Simon Henseleit lässt sich auch davon nicht aufhalten. Als Trainingsmittel dient ihm das Zugseil.

Der 20-jährige konnte im vergangenen Jahr eine perfekte Saison abrufen: Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren, ein Europameistertitel in der Mixed Team Relay. EM Platz sieben im Einzelrennen, Platz zehn bei der WM. Als Sahnehäubchen gab es einen Sieg beim Junioren-Rennen der Super League auf Malta und eine Wildcard für das Rennen der Elite. Der Sportler des Tri-Team Schongau brennt darauf, auch in diesem Jahr loslegen zu können.

1 | 30s Wasserfassen

Finde einen stabilen, hüftbreiten Stand. Die Knie sollten nicht vollständig durchgedrückt sein. Nun beugst Du dich nach vorne. Du solltest annähernd ausgestreckte Arme haben. Das Ellenbogengelenk ist ein klein wenig angewinkelt, sodass der Ellenbogen der höchste und Deine Fingerspitzen der tiefste Punkt sind. „Stelle“ abwechselnd den rechten und linken Unterarm „an“. Das heißt, bringe Dein Handgelenk unter Deinen Ellenbogen, sodass der Unterarm am Ende 90° zum Boden hat. Wichtig dabei ist, dass sich der Ellenbogen nicht von seiner Position auf Kopfhöhe wegbewegt, sondern ganz fixiert bleibt.

2 | 1min Kraul

Als Zweites mache ich die Kraul-Gesamtbewegung. Abwechselnd links und rechts absolviere ich einen vollständigen Zug, mit wenig Widerstand. Ich achte besonders auf den hohen Ellenbogen im ersten Teil des Zuges und darauf, dass ich komplett durchziehe.

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© Text: Christine Waitz; [15.4.2020]; Fotos: Simon Henseleit; Video: Simon Henseleit

Mit 14 Jahren gehört Ben Kaufmann derzeit zu den jüngeren Sportlern im Nachwuchskader des Bayerischen Triathlon-Verbands. Seine Ziele hat der Weißenbrunner, der für das Gealan TriTeam Hof startet, aber genau im Blick: „Ich möchte auf jeden Fall einmal bei Deutschen Meisterschaften, egal wann, aufs Podium kommen und mich damit für einen Start bei Europameisterschaften qualifizieren!“ Dafür trainiert er.
Normalerweise schwimmt er im Schwimmverein Kronach, läuft und radelt gemeinsam mit seinem Vater oder in der Mountainbike AK in der Schule. Der Ehrgeiz zahlt sich aus: Im letzten Jahr wurde er bei der Deutschen Meisterschaft in Grimma 15. und platzierte sich im BTV Memmert Nachwuchscup unter den besten Fünf.

Momentan konzentriert sich Ben auf das Training zu Hause. Für unsere Serie hat er sich sogar ein kleines Programm mit Aufwärmen überlegt. Wenn er gerade nicht trainiert, widmet er sich Computerspielen oder spielt Tischtennis. „Normalerweise treffe ich mich auch sehr gerne mit Freunden auf dem Sportplatz zum Kicken – das fehlt mir derzeit schon!,“ sagt er.

1 | Aufwärmen

Zum Aufwärmen für meine Einheit nutze ich mein Trampolin. Das Hüpfen sieht zwar ziemlich einfach aus, kann aber recht schnell anstrengend werden. Der ganze Körper muss sich dabei stabilisieren und arbeiten. Für das Aufwärmen nehme ich dann sogar noch die Arme mit dazu. Vom einarmigen Kreisen, über zweiarmiges Kreisen, bis hin zum Schwingen vor dem Körper. Das bringt nicht nur Bewegung in den Oberkörper, sondern erhöht auch die Schwierigkeit – schließlich müssen alle Bewegungen abgefangen werden.

Zum Spaß kann ich dank des Stahlträgers über mir sogar ein paar Klimmzüge einbauen. So ist man ziemlich schnell warm für die Hauptaufgabe: Stabi- und Balance Training auf dem Balance-Pad.

2 | Balance

Mit dem Balance Pad kann man perfekt sein Gleichgewicht und die Fähigkeit zur Stabilisation trainieren. Besonders für das Laufen sind diese beiden Fähigkeiten wichtig.

Wer noch nicht so routiniert ist, kann den Einbeinstand zunächst als solchen einüben. Am besten probiert man es erst einmal mit beiden Beinen aus und findet sein Gleichgewicht. Wer das drauf hat, kann die Sache schwieriger machen, indem einem ein Mitbewohner einen Ball zuwirft, den man zurückschießen muss, ohne die Balance zu verlieren. Das klingt einfach, ist aber wirklich anspruchsvoll!

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© Text: Christine Waitz; [15.4.2020]; Foto und Video: Ben Kaufmann

Alex Webb begann seine sportliche Karriere im Schwimmverein des SV Ottobrunn. Seine Schwester brachte ihn zum Triathlon. Gleich das erste Rennen wurde aufgrund des schlechten Wetters zum Duathlon verkürzt. Doch obwohl seine Paradedisziplin das Schwimmen nicht dabei war, blieb er dem Ausdauer-Dreikampf treu. In den zehn Jahren seit damals konnte der heute 18-jährige zahlreiche Erfolge verbuchen. 2018 durfte er sogar internationale Wettkampferfahrung beim Jugendrennen des Super League Triathlon in Jersey sammeln. In der vergangenen Saison sicherte er sich Platz zwei im BTV Memmert Nachwuchscup.

Derzeit studiert Alex Webb Sportwissenschaften an der Universität von Stirling in Schottland. Seine sportlichen Ziele verfolgt er aber auch neben dem Studium. So möchte er sich in diesem Jahr für den NK1-Kader und für die Junioren Europameisterschaft qualifizieren.

Kraft und Athletik

Sein Kraft- und Athletikprogramm hat Alex Webb in den heimischen Garten verlegt. Von Klimmzügen, über Schwimmzüge, bis hin zu Übungen mit dem Schlingentrainer lässt sich dort alles perfekt absolvieren.

1 |  Klimmzüge

  • Material: Ich habe eine Klimmzugstange am Baum befestigt
  • Ausführung: Hänge dich an die Klimmzugstange, ziehe dich kontrolliert nach oben und atme währenddessen langsam aus. Lasse dich ebenso langsam und kontrolliert wieder ab.
  • Wiederholungen: 3 x 3 mit 30s Pause
  • Zu beachten: Dein Ellenbogengelenk sollte nicht überstreckt werden. Das heißt, du hast stets eine leichte Belastung, auch im Hängen.

2 | Zugseiltraining 

  • Material: Zugseil und Bank
  • Ausführung: Abwechselnd wird die Schwimmbewegung gegen den Widerstand des Zugseils durchgeführt
  • Wiederholungen: 3 x 30 mit 30s Pause
  • Zu beachten: Das Zugseil sollte nur so viel Widerstand bieten, wie man die Bewegung sauber ausführen kann. Besonderes Augenmerk sollte auf den „hohen Ellenbogen“ im ersten Teil der Bewegung gelegt werden.

3 | Der Bergsteiger 

  • Material: Schlingentrainer
  • Ausführung: mit den Füßen im Schlingentrainer nehme ich zunächst eine stabile Plank-Position ein. Nun bringe ich mein Gewicht leicht nach vorne und bringe im Wechsel das rechte und das linke Bein Richtung Ellenbogen
  • Wiederholungen: 3 x 30 mit 30s Pause
  • Zu beachten: Der Rumpf sollte jederzeit stabil bleiben. Das Tempo der Tritte kann man auch variieren!

 

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* Bitte beachte: Training sollte grundsätzlich nur bei voller Gesundheit durchgeführt werden. Bei Unsicherheit oder wenn während einer Übung Beschwerden auftreten, ist das Training abzubrechen und bei ernsten Bedenken ein Arzt zu konsultieren.
Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [15.4.2020]; Foto: DTU/ Jonas Conrad, Video: Alex Webb

Im heimischen Memmingen hat Alex Häberle fast perfekte Bedingungen. Statt im Schwimmbecken verbringt er derzeit eben mehr Trainingsstunden im eigenen Fitnessraum. Dort hat der 17-jährige seinen Trainingstipp aufgenommen. „Sieht vielleicht einfach aus,“ sagt er, „ist in Wirklichkeit aber eine Übung für Fortgeschrittene. Denn sie erfordert sehr viel Stabilität in allen Bereichen.“

Der Sportler des TV Memmingen kämpfte sich im vergangenen Jahr mit defektem Akku der Schaltung durch das Rennen der Deutschen Meisterschaft. Beim abschließenden Lauf legte er mit der sechstbesten Laufzeit eine echte Aufholjagd hin. Dass er besonders in der Abschlussdisziplin stark ist, bewies er im November auch beim Olympia-Alm Crosslauf in München, wo er hinter Kaderkollege Luis Steiert den zweiten Platz belegte.
Sein Ziel für dieses Jahr ist ein guter Auftakt in der 2. Bundesliga. Für das Forchheimer Team startet er nämlich diese Saison zum erstmalig dort. „Außerdem möchte ich eine Platzierung unter den besten Zehn bei der Deutschen Meisterschaft in Schongau bzw. im Deutschlandcup erreichen,“ sagt er, und fügt hinzu: „falls die Rennen stattfinden, natürlich.“
„Neben dem Training hilft er beim Umbau zu Hause. „Wir bauen gerade unseren Dachboden aus, anschließend wollen wir 2 Zimmer noch neu streichen und einen neuen Teppich verlegen, sodass ich bald in ein neues, größeres Zimmer ziehen kann.“

Rollen für Rumpfstabilität

Ein kleiner Roller, mit viel Wirkung: Um Alex‘ Übung stabil ausführen zu können, muss man grundlegende Formen des Unterarmstütz bereits stabil beherrschen.

„Die Ausgangsposition ist ein Vierfüßlerstand mit der Rolle in den Händen und Knie und Hüfte in einer senkrechten Linie untereinander. Unter meinen Knien habe ich eine Schaumstoffunterlage gelegt. Nun beginne ich den Roller langsam nach vorne zu fahren und den ganzen Körper zu strecken. Von meinen Armen, über die Schultern, Bauch, Rücken und Po sind dabei alle Muskeln angespannt. Besonders achte ich darauf, dass kein Hohlkreuz auftritt. Nach kurzem Halten im weitesten Punkt, rolle ich langsam in die Ausgangsposition zurück.

Etwas einfacher wird die Übung, wenn man nicht bis in die gesamte Streckung aufrollt, sondern die Rückwärtsbewegung bereits etwas eher einsetzt. Ich mache davon immer drei Sets mit zehn Wiederholungen.“

 

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© Text: Christine Waitz; [14.4.2020]; Video: Alex Häberle

Die vergangene Saison war für Sophie Rohr bereits alles andere als gewöhnlich: Erst meisterte sie ihr Abitur an der Betrolt-Brecht-Schule Nürnberg, dann wurde sie überraschend für die Europameisterschaft im niederländischen Weert nachnominiert und im Herbst folgte der Umzug in die Triathlon-WG im Haus der Triathleten in Nürnberg.

In diesem Jahr absolviert die Sportlerin des WSV Bad Tölz ein Orientierungssemester und möchte im Wintersemester ein Studium zur Grundschullehrerin beginnen. „Dadurch habe ich relativ viel Zeit, die ich meiner sportlichen Karriere widmen kann, um auf meine ersten U23/Elite Saison bestmöglich vorbereitet zu sein. Einige Elite Europacups sind mein Ziel, die Studenten WM und natürlich wieder viele Bundesligarennen in denen ich vorne mitmischen möchte.“

Auf den ersehnten Saisonauftakt wartet die 19-jährige nun allerdings im heimischen Oberbayern. Dort entstand auch das Video, das sie hier vorstellt. „Es ist sicherlich kein Trainingstipp im eigentlichen Sinne. Aber ich wollte einfach auch etwas anderes ausprobieren,“ lacht sie. Die Übung, die derzeit vor allem bei Fans des Kletter- und Boulder-Sports beliebt ist, erfordert schon einiges an Können, Routine und Vertrauen in den Übungspartner. „Ich habe mir schrittweise die ganze Übung erarbeitet,“ berichtet sie, „und natürlich ist mein Übungspartner auch mein Freund.“

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Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [14.4.2020]; Fotos: Jonas Conrad, Video: Sophie Rohr

Mark Bittner liefert in der Serie „Zu Hause trainieren“ einen Übungs-Tipp für das Lauftraining. Kein Wunder, in der Abschlussdisziplin ist der 14-jährige besonders erfolgreich. Im vergangenen Jahr holte er sich den oberbayerischen Meistertitel über 800 Meter, den bayerischen Meistertitel im Crosslauf und gewann mit starkem Rennen beim Olympia-Alm Crosslauf München seine AK. Daneben hat sich der Sportler des Trisport Erding e.V. aber auch im Triathlon bewiesen: in der starken Klasse der Jugend B wurde er beim BTV Memmert Nachwuchscup sechster.

Auch der diesjährige Saisonauftakt beim Swim&Run in Würzburg verlief für den Sportler aus Erding hervorragend. Im Februar gewann er dort seine Altersklasse. Die unerwartete Wettkampf-Pause nutzt der Schüler nun, um weiter an seiner Form zu arbeiten: „Zurzeit mache ich mehr Athletik, dabei viel mit dem Zugseil. Damit, so hoffe ich, erhalte ich wenigsten halbwegs meine Schwimmform. Zudem gehe ich deutlich mehr radeln, was bei dem Wetter ja gut klappt.“

Seit diesem Schuljahr lebt, lernt und trainiert Mark am Bundesstützpunkt Triathlon in Nürnberg. Er ist einer der Jugendlichen, die das Internat der Bertolt-Brecht-Schule besuchen. Klar, auch dort findet aktuell kein Unterricht und Internatsbetrieb statt, weshalb er zu Hause für die Schule arbeitet, viel ließt, am Computer spielt, oder einfach einmal nichts macht.

Mehr Abdruck für das Laufen

„Als Trainings-Tipp habe ich mir eine Übung herausgesucht, die man perfekt auch auf der Straße oder einem Waldweg mit ebenem Untergrund machen kann“, sagt er und ergänzt: „Ich habe das Glück dass wir in meinem Heimatort eine frei zugängliche Laufbahn haben, auf der ich in Ruhe trainieren kann. Die Übung kann man sowohl vor einem Training nach dem Aufwärmen zum aktivieren, als auch danach einbauen.“

Erst einmal stelle ich mich aufrecht hin, hebe meine Arme seitlich bis auf Schulterhöhe und drehe die Handflächen nach oben. So ist sichergestellt, dass ich eine aufrechte Haltung habe. Jetzt verlagere ich mein Gewicht eher auf die Fußballen und beginne im Stechschritt vorwärts zu laufen. Mein Augenmerk liegen auf geringer Kontaktzeit der Sohlen am Boden und darauf, dass ich mit dem Rumpf stabil bin und die Arme so recht ruhig bleiben.
Wenn ich eine gute Frequenz und einen schnellen Abdruck gefunden habe, nehme ich die Arme zurück in Laufposition, lehne mich leicht nach vorne und mache einen kurzen Ablauf. Das heißt, ich nehme einige Schritte im Sprint und trudle dann noch aus. Diese Übung wiederhole ich drei bis fünf Mal.

 

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Unsere Athletinnen und Athleten trainieren seit vielen Jahren regelmäßig. Wir appellieren deshalb an Deine Eigenverantwortung, die Übungen und Empfehlungen den individuellen Trainingskenntnissen und dem individuellen Trainingsstand anzupassen.


© Text: Christine Waitz; [13.4.2020]; Foto: BTV; Video: Mark Bittner

Mit der Schüler-Mannschaft des Ohm-Gymnasium Erlangen holte Lara Rudolph im Herbstfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ 2019 eine Podiumsplatzierung. Ein echtes Highlight  für die 16-jährige. Zum 50-jährigen Jubiläum der „JTFO“ gab es unter anderem eine beeindruckende Eröffnungsfeier im Olympiastadion von Berlin, bei der das olympische Feuer entzündet wurde,  und bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die rund 4.000 Schülerinnen und Schüler begrüßte. An diese tollen Erlebnisse denkt die Athletin des TV 1848 Erlangen zurück, während sie sich zu Hause in Form hält.

Dort trainiert sie besonders gerne mit ihrer Schwester Nele. „Gemeinsam macht es dann doch mehr Spaß – geteiltes Leid ist halbes Leid,“ lacht sie.
Im Garten haben sie deshalb ein Partner-Workout aufgenommen. Neben Training der Athletik- und Stabilität zeigen die Geschwister auch Dehnübungen und haben einen außergewöhnlichen Tipp für Schnelligkeit und Koordination.

1 | Plank und fallendes Bein abfangen

Ich starte mein Training in der bekannten Plank-Stellung. Der Rumpf sollte bereits stabil sein, wenn Nele die Fußknöchel fest umgreift und sie nach oben hebt. Willkürlich lässt meine Schwester nun ein Bein los. Ziel ist es, das nun freie Bein stabil in der Plank-Position zu halten und nicht fallen zu lassen. Wir wechseln uns beim Halten ab und jede macht die Übung drei Mal für eine Minute.

2 | Leg lift

Auch bei der zweiten Übung macht es mir meine Schwester nicht leicht! Der Leg lift trainiert besonders die Bauchmuskulatur. Dazu stellt sich Nele auf der Matte hinter meinen Kopf. Ich greife im liegen nach hinten und halte mich knapp über ihren Fußknöcheln an den Beinen fest. Dann hebe ich meine Beine in eine 90°Position und achte darauf, dass mein gesamter Rücken fest auf dem Boden liegen bleibt. Nun schubst meine Schwester die Beine nach vorne und ich muss diesen Impuls abfangen. Nach 20 Wiederholungen tauschen wir. Insgesamt machen wir je drei Durchgänge.

3 | Plank hand slap

Zurück in die Planke! Dieses Mal stehen wir uns gegenüber und haben nur wenig Abstand zwischen unseren Köpfen. Wenn wir eine stabile Position gefunden haben, beginnen wir uns in der Mitte vor uns abzuklatschen. Auch wenn man sich plötzlich nur noch mit einem Arm abstützt, sollte man weder im Schulter- noch im Hüftbereich absacken. Nach 45 Sekunden machen wir gemeinsam 45 Sekunden Pause und wiederholen die Übung drei Mal.

4 | Couple-Squats

Auch die nächsten 3x 20 Wiederholungen machen wir gemeinsam. Wir stehen uns gegenüber, ungefähr zwei Armlängen entfernt. Jetzt nehmen wir uns an den Händen. Gleichzeitig machen wir eine Kniebeuge. Wir achten darauf, dass die Knie nicht über die Zehenspitzen herausragen und das die Fußsohlen die gesamte Zeit flach auf der Matte bleiben.

5 | Sit ups mit Abklatschen

Für die nächste Übung liegen wir uns gegenüber und unsere Füße stehen abwechselnd nebeneinander. Gleichzeitig machen wir einen Situp und klatschen uns in der Mitte ab. Nach 30 Wiederholungen gibt es eine kurze Verschnaufpause, dann folgen zwei weitere Sätze.

6 | Squats auf Petziball

Noch einmal widmen wir uns der Kniebeuge. Dieses Mal bietet mir Nele Unterstützung in der wackeligen Angelegenheit auf dem Petziball. Je nachdem, wie gut das Gleichgewicht ist, versucht man so viele Wiederholungen wie möglich zu erreichen.

7 | Beindrücken nach außen und innen

Eine echt umfangreiche Partnerübung. Bauch, Rücken und Beine sind voll gefordert, wenn wir gegeneinander arbeiten. Wir sitzen uns gegenüber, sodass sich die Beine bis knapp über die Knöchel berühren. Eine hat die Füße nebeneinander in der Mitte, die andere ist mit ihren Füßen links und rechts daneben. Gleichzeitig lehnen wir uns zurück und heben die Beine leicht vom Boden. Während eine nun die Füße nach außen drückt, versucht die andere gegenzuhalten. Nach 20 Sekunden wechseln wir die Position, nach 40 Sekunden gibt es eine kurze Pause.

8 | Dehnung mit gespreizten Beinen

Wir bleiben gleich in der letzten Position sitzen, widmen uns jetzt aber dem Dehnen. Die Füße wandern nach links und rechts außen und berühren sich dort an den Fußspitzen. In der Mitte greifen wir uns an den Händen und ziehen uns je zehn Sekunden abwechselnd, mit leichten Wippbewegungen in die Dehnung. Der Partner sollte dabei keine ruckartigen und schnellen Züge machen, sondern ganz behutsam vorgehen!

9 | Dehnung mit gestrecktem Bein

In der nächsten Übung unterstützt meine Schwester mich dabei, die hintere Beinmuskulatur zu dehnen. Während ich auf dem Rücken liege, bringt sie ein Bein in die Senkrechte nach oben. Dabei übt sie vorsichtigen Druck knapp über dem Knöchel in meine Kopfrichtung aus und stabilisiert mit der anderen Hand das Knie. Auch bei dieser Übung tastet sie sich ganz vorsichtig an die Dehnung heran. Nach zwei Mal 20 Sekunden merkt man, dass man schon beweglicher ist.

10 | Schulterdrehen

Für das Schulterdrehen stehen wir nebeneinander und schauen in entgegengesetzte Richtungen. In der Mitte zwischen uns, bringen wir die Ellenbogen zusammen. Die Unterarme und Hände liegen zusammen und weisen zum Himmel. Jetzt bauen wir vorsichtig leichten Druck gegeneinander auf und dehnen so die Brust- und Schultervorderseite. Auch hier machen wir zwei Mal 20 Sekunden pro Seite. Diese Übung klappt übrigens dann am besten, wenn beide Partner ungefähr gleich groß sind!

11 | Aushängen

Zum Abschluss der Dehnübungen stellen wir uns nochmals mit Abstand gegenüber. Wir beugen uns ca. 90° nach vorne und verschränken die Arme ineinander, sodass die Hände auf den Schulterblättern des anderen zum liegen kommen. Mit kleinen Wippbewegungen dehnen wir nochmals die Beinhinterseite und entspannen den Rücken.

Extra Tipp

Unsere Schnelligkeit und unsere Reflexe verbessern wir beim Ligretto spielen – eine echte Empfehlung für die Zeit zu Hause! Ligretto ist ein Kartenspiel, bei dem man versucht, seine Karten möglichst schnell auf Stapel in der Mitte abzulegen. Da alle Spieler gleichzeitig ablegen dürfen, muss man ziemlich schnell sein!

 

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© Text: Christine Waitz; [14.4.2020]; Video: Lara Rudolph