Weltmeisterschaft der Juniorinnen und Junioren in Pontevedra: Carlotta Bülck auf Rang sechs

Ein dritter Platz nach dem Schwimmen, eine gute Ausgangsposition auf dem Rad und am Ende Rang sechs: Für Carlotta Bülck war die Juniorinnen-Weltmeisterschaft im spanischen Pontevedra ein Rennen mit mehreren Wendungen. Die 17-Jährige zeigte über die Sprintdistanz, dass auch das Training im Wasser fruchtet und sie zu den stärkeren Juniorinnen gehört. Für den Kampf um die Medaillen reichte es am Ende trotzdem nicht.

Dabei begann das Rennen genau nach Bülcks Plan. Nach der Auftaktdisziplin hatte sie als Dritte trockenen Boden unter den Füßen und fand sich damit direkt in der Spitzengruppe wieder. Doch auf dem Rad entwickelte sich das Rennen anders als erhofft. Hinter der enteilten Ungarin Fanny Szalai bildete sich zwar eine Verfolgergruppe, wirklich Fahrt nahm diese jedoch nicht auf. Bülck konnte ihren Vorsprung aus dem Wasser deshalb nicht in einen entscheidenden Vorteil für die zweite Hälfte des Rennens umwandeln. Statt die Lücke nach vorne zu schließen, ging es für die Verfolgerinnen geschlossen Richtung Wechselzone. Bülck konnte gemeinsam mit ihren Konkurrentinnen die Verfolgung der Führenden nicht entscheidend forcieren und die Lücke bis zum zweiten Wechsel nicht mehr schließen.

An der Spitze war zu diesem Zeitpunkt bereits klar, wer sich den Titel holen würde. Szalai lief das Rennen souverän zu Ende und gewann nach 59:21 Minuten. Dahinter sicherten sich die Schweizerinnen Anouk Danna in 59:58 Minuten und Kimey Casanova in 1:00:39 Stunden die weiteren Medaillen. Bülck lief nach 1:01:06 Stunden als Sechste über die Ziellinie. Acht Sekunden später machte Ava Martha Brambier als Siebte ein gutes deutsches Ergebnis komplett. Die dritte deutsche Starterin Jara Banka hatte dagegen Pech: Ein Sturz auf der Radstrecke warf sie weit zurück. Sie kämpfte sich dennoch ins Ziel und wurde 25.

„Ich bin sehr zufrieden mit meiner Platzierung“, zieht Carlotta Bülck Bilanz. „Vor allem, dass ich meine aktuelle Schwimmform beweisen konnte, hat mich sehr gefreut. Doch dass ich als Dritte aus dem Wasser gestiegen bin, hat mir dann im Endeffekt nichts gebracht, da die Radgruppe nicht funktioniert hat“, blickt Bülck auf die entscheidende Phase zurück. „Dementsprechend war es dann eine Laufentscheidung. Da ärgert man sich natürlich im ersten Moment darüber, wenn man weiß, welche Platzierung drin gewesen wäre, wenn die Radgruppe mitgearbeitet hätte.“

Foto: © World Triathlon