WM-Bronze für Anja Renner und Maria Paulig; Hanzer verpasst Podium nur knapp

Die deutschen Para Triathletinnen und Para Triathleten haben bei den World Triathlon Championship Finals im spanischen Pontevedra zwei Medaillen gewonnen. Anja Renner und Guide Maria Paulig erkämpften sich in der Klasse PTVI Bronze. Martin Schulz sicherte sich in der Klasse PTS5 die Silbermedaille und verpasste seinen fünften Weltmeistertitel nur knapp. Valentin Hanzer fehlten als Vierter der Klasse PTS3 lediglich drei Sekunden zu einem weiteren Podiumsplatz.

Nach einem verhaltenen Schwimmen hatte sich Anja Renner mit ihrer Guidin Maria Paulig auf dem Rad und vor allem beim Laufen kontinuierlich nach vornegearbeitet und den Rückstand auf die Konkurrenz Schritt für Schritt verkürzt. Nach 1:09:44 Stunden wurde die 40-Jährige mit der Bronzemedaille belohnt. Damit wiederholte das deutsche Duo den Podestplatz, den es bereits im Vorjahr bei den WM-Finals im australischen Wollongong erreicht hatte. „Mit dem Resultat können wir mehr als zufrieden sein, vor allem weil ich heute keinen so guten Tag hatte. Das hat man schon beim Schwimmen gemerkt. Das war so lala. Ich war am Ende echt erleichtert, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass es noch für den dritten Platz reichen würde“, sagte Renner im Zielinterview.

Gold gewann erneut die Spanierin Susana Rodriguez (B1) in 1:06:37 Stunden. Aufgrund ihrer Klassifizierung als vollständig sehbehinderte Athletin ging die Lokalmatadorin mit einem Zeitkompensationsvorsprung von 3:21 Minuten auf die Athletinnen der Klassen B2 und B3 ins Rennen. Silber sicherte sich die Italienerin Francesca Tarantello (B3), die wie Renner als moderat sehbehindert eingestuft ist und nach 1:08:30 Stunden das Ziel erreichte.

Hanzer fehlen drei Sekunden zum Podium

In der Klasse PTS3 hat Valentin Hanzer bei seiner zweiten Para Triathlon-Weltmeisterschaft das Podium nur knapp verpasst. Der Münchner lag nach dem Schwimmen und zu Beginn der Radstrecke noch in Schlagdistanz zu den Medaillenrängen, verlor auf dem schnellen Radkurs jedoch zwischenzeitlich etwas Boden.

Auf den abschließenden drei Laufrunden kämpfte sich Hanzer noch einmal zurück und verkürzte den Rückstand auf die Konkurrenz deutlich. Nach 1:10:16 Stunden überquerte der WM-Sechste des Vorjahres die Ziellinie auf Rang vier. Zum Bronzerang des Griechen Stylianos Malakopoulos (1:10:13 Stunden) fehlten ihm lediglich drei Sekunden. Den Weltmeistertitel sicherte sich der Brite Henry Urand in 1:07:17 Stunden.

In der Klasse PTS2 belegte Neele Ludwig beim Sieg der US-Amerikanerin Hailey Danz (1:19:37) nach 1:32:50 Stunden Rang sieben und komplettierte damit das deutsche Ergebnis bei den Para Weltmeisterschaften.

Foto:  DTU/ Nils Arnecke