Europameisterschaft in Elbląg: Bayerisches Duo präsentiert sich auf internationaler Bühne

Mit mehreren Top-Platzierungen zeigte sich das deutsche Nachwuchsteam bei den Triathlon-Europameisterschaften im polnischen Elbląg in guter Form. Auch die beiden bayerischen Starter Carlotta Bülck kund Moritz Hägel sammelten auf internationaler Bühne weitere wichtige Erfahrungen. Die Spitzenleistung von Carlotta Bülck trug zudem dazu bei, dass Deutschland die maximale Anzahl an Startplätzen für die Junioren-Weltmeisterschaften sichern konnte.

Die Athletin aus dem fränkischen Lauf sorgte nämlich bei den Juniorinnen für das beste deutsche Ergebnis. Die 18-Jährige belegte im Einzelrennen in 1:03:10 Stunden einen starken siebten Platz und verpasste die Medaillenränge lediglich um 25 Sekunden. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs mit zahlreichen Wendepunkten und Kopfsteinpflaster gab sie auf dem Rad alles. „Ich bin sehr zufrieden. Die Radstrecke war technisch anspruchsvoll mit sehr vielen Wendepunkten und Kopfsteinpflaster und es gab viele Stürze. Etwas ärgerlich war, dass ich knapp die erste Radgruppe verpasst habe und dadurch sehr viel arbeiten musste, um wieder heranzufahren. Das ist mir gelungen, allerdings waren die Beine beim Laufen schon etwas geschwächt. Das Ergebnis ist zwar nicht das, was ich mir gewünscht hätte, aber mit meiner Leistung im Hinblick auf den Rennverlauf bin ich äußerst zufrieden“, zog Bülck Bilanz, die sich damit auch das Ticket für die WM sicherte.

Hägel verpasst WM-Norm

Moritz Hägel zeigte im hochklassig besetzten Juniorenrennen eine engagierte Leistung, blieb aber unter seinen selbstgesteckten Zielen. Er beendete das Rennen nach 56:57 Minuten und zog ein kritisches Fazit: „Mit meinem Rennen bin ich insgesamt nicht zufrieden. Zum einen habe ich die WM-Norm verpasst, zum anderen konnte ich auch mein persönliches Ziel nicht erreichen. Beim Schwimmen kam ich noch gut los und konnte mich zunächst in einer guten Position behaupten. An der ersten Boje geriet ich jedoch in ein größeres Gerangel, wodurch ich einige Plätze verlor und meine Position nicht halten konnte. Auf dem Rad investierte ich in den ersten zweieinhalb Runden sehr viel, um den Anschluss nach vorne herzustellen. Da unsere Gruppe allerdings nicht gut zusammenarbeitete, verloren wir letztendlich mehr Zeit, als dass wir gutmachen konnten. Beim abschließenden Lauf fehlten mir dann die entscheidenden Prozente, weil ich auf dem Rad bereits zu viel investieren musste. Am Ende überquerte ich als 24. die Ziellinie – ein Ergebnis, das deutlich hinter meinen Erwartungen zurückblieb und meiner eigentlichen Leistungsfähigkeit nicht gerecht wird.“ Doch davon lässt sich der Athlet des IfL Hof nicht unterkriegen: „Jetzt heißt es, die richtigen Schlüsse aus dem Rennen zu ziehen, weiter hart zu arbeiten und gestärkt zurückzukommen.“

Mit der Staffel knapp an der EM-Medaille vorbei

Am zweiten Wettkampftag stand die Mixed-Relay auf dem Programm. Gemeinsam mit Ava Martha Brambier, Henry Haag und Christian Ache kämpfte Carlotta Bülck dort nochmals um Edelmetall. Das deutsche Quartett lag lange aussichtsreich im Rennen und musste sich am Ende nur denkbar knapp geschlagen geben. Nach 1:31:14 Stunden fehlten lediglich zwei Sekunden zur Bronzemedaille.

Bülck übernahm als dritte Starterin, schloss die Lücke zur Spitzengruppe und gab auf der Laufstrecke gemeinsam mit der Britin Kitty Scott das Tempo an, ehe sie Schlussstarter Christian Ache mit einem kleinen Vorsprung auf die letzte Runde schickte. „Ich bin sehr stolz auf unser Team und wir haben alle unser Bestes gegeben. Leider haben wir das Podium knapp verpasst. So war das Rennen aber bis zum Ende spannend“, sagte die Bayerin nach dem Wettkampf. Bundestrainer Frank Heimerdinger zog trotz der knapp verpassten Medaille ein positives Fazit. Mit sechs Startplätzen für die Junioren-Weltmeisterschaften habe das deutsche Team sein wichtigstes Ziel erreicht. Der Titel über die viermal zu absolvierenden Distanz von 300 Metern Schwimmen, acht Kilometern Radfahren und 1,6 Kilometern Laufen ging an die britische Staffel, die sich in 1:30:45 vor Spanien (1:31:03) durchsetzte.

Foto: © Europe Triathlon