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Am 15. Juni 1985, so steht es in der Vereins-Historie des TV 1848 Erlangen, fand in der Traglufthalle des Röthelheimbad der erste Erlangener Triathlon statt. Neun Teilnehmer waren dabei. Freilich unter vollkommen anderen Bedingungen, als man sie heute kennt. Ohne spezielles Material, ohne Wechselzone und viele Helfer. Die Faszination fasste dennoch Fuß und währte fort. In diesem Jahr feiert der Erlanger Triathlon seine 32. Auflage und vor allem das 175-jährige Jubiläum des Hauptvereins. Das verschafft ihm einen Zieleinlauf im Schlossgarten und zum wiederholten Mal die Austragung der Bayerischen Meisterschaft auf der Mitteldistanz.

Wie ging es nun weiter nach der Premiere 1985? Bis Ende 1986 wurden bereits sieben Triathlons über 0,7 km Schwimmen, 21 km Radfahren und 7,5 km Laufen veranstaltet. Die Teilnehmerzahlen stiegen kontinuierlich und so wurde im Januar 1987 eine eigene Triathlon-Abteilung gegründet, der zunächst Hubert Schwark, bald aber schon Heinz Rüger vorstand. Letzterer leitete über zweieinhalb Jahrzehnte lang die Geschicke der Abteilung. Ihm kann man einen großen Anteil an den Erfolgen der Abteilung und damit verbunden, dem Rennen, zuschreiben. 1987 gab es erstmalig eine Kurzdistanz, in den Folgejahren bereits Stadtmeisterschaften und Anfang August 1990 schließlich den 1. Erlanger Mitteltriathlon.

Schultriathlon Erlangen Schwimmen
Schüler*innen nutzen bereits am Freitag die Strukturen des Erlanger Triathlon.

Ehrenamtliches Team stemmt Triathlon-Wochenende

Die Organisation des Traditionsrennens wird auch heute noch von einem ehrenamtlichen Team bewältigt. Auf Orga-Chef Heinz Rüger folgten 2004 Ulrike Rabenstein, 2017 Jennifer Steib und heute steht Stephanie Guillon an der Spitze der Großveranstaltung. Diese zieht sich mittlerweile über drei Tage. Bereits am Freitag nutzen Schülerinnen und Schüler aus der Umgebung die Infrastrukturen des Rennens beim Erlanger Schülertriathlon. Samstag gibt es die Startunterlagen und Wettkampfbesprechung, bevor sich am Sonntag über 800 Kurz- und Mitteldistanzstarter*innen in den Rennen messen. Die Favoriten für das Wochenende? Die sind schwer auszumachen. Lukas Stengel (Arriba Göpperdorf), war letztes Jahr beim Allgäu Triathlon auf der Kurzdistanz Zweiter, Kilian Bauer (TV 48 Erlangen) hatte dort auf der Mitteldistanz den AK-BM-Titel geholt. Bei den Damen ist Elena Illeditsch klar in der Favoritinnenrolle.

Für alle aber wartet am Ende das große Highlight: Aufgrund des Jubiläums findet der Zieleinlauf im Schlossgarten inmitten Erlangens statt.

Link zur Website des Rennens.

Fotos: ETM Daniel Böhm und TV 1848 Erlangen/ Krista Mikk

Vier Mal 250 m Schwimmen, 5,2 km Radfahren, 1,7 km Laufen galt es bei den Deutschen Meisterschaften Mixed Relay in Berlin zu absolvieren. Zwei bayerische Mannschaften schickten dort ihre Besetzung in der Reihenfolge Mann, Frau, Mann, Frau in das Rennen: Der SV05 Würzburg mit Markus Klinder, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, sowie der TV 1848 Erlangen mit Jannik Hoffmann, Juliane Möllers, Pablo Warter Rubio und Simone Kraft. Es ging um nichts weniger als die Frage, wer das schnellste Team in Deutschland ist.

Kopf an Kopf der bayerischen Teams

Mit Rang sieben für die Würzburger und Rang acht für die Erlangener kamen beachtliche Ergebnisse zustande.
Als erster der Würzburger startete Markus Klinder, der auf Platz 10 an Jule Resselberger übergab. Seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Jule Resselberger, Manuel Lessing und Vera Nickel, konnten sich im Rennverlauf auf einen beachtlichen siebten Platz nach vorne arbeiten. “Eine starke Leistung der Vier!”, kommentiert der Verein auf seiner Website.

Chance für das Team aus Erlangen

Das Team des TV Erlangen in Berlin

“Über die Chance als Team aus der zweiten Triathlon Bundesliga wieder bei der Deutschen Mixed Team Relay im Rahmen der Finals teilnehmen zu dürfen, haben wir uns sehr gefreut,” berichtet Juliane Möllers. “Im letzten Jahr war das Event ja leider sehr durch Corona Maßnahmen beschränkt. Dafür hat der Veranstalter dieses Jahr gleich doppelt einen draufgesetzt. Wir waren von dem Aufwand sehr begeistert: Der komplette Parkplatz vor dem olympischen Stadion war zu einem riesigen Triathlonschauplatz umfunktioniert. Überall waren an den Absperrungen Banner mit dem Logo der Finals und Sponsoren befestigt. Im Wechselbereich wurde eine riesige Tribüne aufgebaut. Auf dem selben Weg lag auch der lange blaue Teppich für den Zieleinlauf, direkt vor den olympischen Ringen des Stadions.”

Das Team aus Erlangen hatte in der Vorbereitung etwas Pech: Krankheit, Corona und eine Oberschenkelzerrung. Deswegen standen die Vier Sportler*innen unter dem Motto am Start: Hauptsache dabei sein, Spaß haben und die olympische Atmosphäre genießen. “Die geänderte Startreihenfolge, in der ein Mann startet und eine Frau ins Ziel läuft, bedingt eine ganz andere Renndynamik und Taktik”, erklärt Möllers die im Vergleich zum Vorjahr geänderten Bedingungen.

Starker Start

Der Startschuss fiel und Jannik Hoffmann ging ins Rennen. Er zeigte starke Leistung zum Auftakt. Als er als Sechster zum Wechsel kam, entlockte die Leistung seinen Mitstreiter*innen Freudensprünge. “Das gab mir gleich noch mehr Motivation für mein Rennen, da es völlig unerwartet kam”, berichtet Juliane Möllers und fügt hinzu: “Leider musste ich im Laufen eine Athletin aus Köln ziehen lassen und übergab an siebter Position liegend. Doch Pablo und Simone bildeten ein starkes Schlusslicht und so reichte es am Ende für Platz acht.” – Eine Platzierung, mit der die Mittelfranken sehr zufrieden sind. “Das lag weit über unseren Erwartungen.” Ein Dank an die Team Sponsoren (Puma und die Fahrradecke), schließt Juliane Möllers gleich noch an.

Fotos: Georg Schneider