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Bereits zum dritten Mal war Bayern Gastgeber der D-A-CH-Meisterschaften im Para-Triathlon. Daneben wurden auch die bayerischen Meister im Para Sprint gesucht. Beim MainCityTriathlon Schweinfurt trafen dazu beste Organisation, sportliche Qualität und ideale Bedingungen aufeinander. Ein bisschen Glück war auch dabei: Der Regen blieb aus, die Temperaturen passten, lediglich das Wasser zeigte sich noch frisch und der Neopren war deshalb Pflicht.

Insgesamt gingen 36 Para Starterinnen und Starter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ins Rennen.
Aus deutscher und bayerischer Sicht verlief das Wochenende besonders erfolgreich. Die bayerischen Athletinnen und Athleten prägten viele der Rennen und sorgten bei den internationalen Meisterschaften für gute Resultate: In der PTVI-Kategorie legte Julian Winter vom Post SV Nürnberg mit Guide Tim Wolf in 1:00:02 Stunden die schnellste Zeit des Tages hin und gewann seine Klasse souverän. Ebenfalls Gold holten Valentin Hanzer (PTS3), Chris Kolbeck (PTS4) und Michelle Wagner in der Klasse PTVI. Wagner wurde von Delia Bleass begleitet. Lukas Reissig, der erst kürzlich in die Klasse PTS3 klassifiziert wurde, belegte bei den Deutschen Meisterschaften Rang zwei seiner Klasse und wurde bei den Bayerischen Meisterschaften Vizemeister. Matthias Schindler komplettierte als Dritter das starke bayerische Ergebnis in der PTS3.

Bayerisches Para Team zufrieden

Zwei Frauen mit Tandem in blauen AnzügenBei den Bayerischen Meisterschaften im Para-Sprint gewann Valentin Hanzer die Klasse PTS3 vor Lukas Reissig und Matthias Schindler. Chris Kolbeck gewann die PTS4-Klasse, während Lars Konek sich in der PTS5 zum Meister krönte. Julian Winter siegte in der PTVI-Klasse vor Lasse Hasselbring, Michelle Wagner setzte sich bei den Frauen deutlich durch. Annalena Tank kletterte in der PTS2 auf den Spitzenplatz.

Im Team Bayern war die Stimmung über das gesamte Wochenende spürbar gut. Der Austausch unter den Athletinnen und Athleten funktionierte und erfahrene Sportler unterstützten die unerfahreneren Starter. Mit Matthias Schindler und Chris Kolbeck gehören inzwischen zwei erfolgreiche und erfahrene Para-Athleten fest zum Team Bayern. Auch Landestrainerin Julia Fankel zog nach dem Wochenende ein positives Fazit: „Die Organisation war gut, wir hatten top Wetter und gute Leistungen.“ Gleichzeitig machte sie deutlich, wie viel Engagement hinter der Entwicklung des Para-Triathlons steckt: „Ich glaube, wir kommen gut voran.“

Alle Ergebnisse sind hier zu finden.

Fotos: Julia Fankel

Der Para-Kader des Bayerischen Triathlon-Verbands absolvierte in Bayreuth einen intensiven Trainingsblock. Unter der Leitung von Trainerin Julia Fankel standen dabei nicht nur umfangreiche Einheiten, sondern vor allem auch gezielte Maßnahmen zur individuellen Leistungsentwicklung im Mittelpunkt.

Bei guten äußeren Bedingungen wurde zum Auftakt eine fordernde Radeinheit über 78 Kilometer durch die fränkische Landschaft und das Wiesenttal absolviert. Im Anschluss ging es für die Athletinnen und Athleten noch ins Wasser, sodass ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Trainingstag erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Auch der darauffolgende Tag war voll: Zunächst stand eine Laufeinheit mit Laktatmessungen auf dem Programm, die wichtige Erkenntnisse zur Belastungssteuerung lieferte. Direkt im Anschluss sollte eigentlich eine weitere Radeinheit folgen, das April-Wetter machte diesem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung. Auch, wenn es dann nicht auf’s Rad ging, wurde es so noch einmal nass. Die Alternative war nämlich eine weitere Schwimmeinheit.

Unterstützt wurde der Lehrgang von workhouse endurance. Mit vor Ort war Lukas Scherl, der die Gruppe begleitete, die Radstrecken auswählte und die leistungsdiagnostischen Tests im Laufbereich durchführte. Die Kombination aus praxisorientiertem Training und fundierter Diagnostik bot für alle Beteiligten einen deutlichen Mehrwert – vor allem mit Blick auf die individuelle Trainingsplanung in den kommenden Wochen.

Mit dabei in Bayreuth waren unter anderem Michelle Wagner mit Guide Hannah Rossmann, Sarah Steinke, Lukas Reißig, Lars Konek, Annalena Tank sowie Lasse Hasselbring mit Guide Timm Spörlein. Zudem wurde die Trainingsgruppe durch Gastathletin Lena Herrmann ergänzt.

Foto: Julia Fankel

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat die Nominierungsempfehlung der Deutschen Triathlon Union (DTU) bestätigt und damit den Para-Triathlon-Kader für das Jahr 2026 gesetzt. Insgesamt sechs Athletinnen und Athleten wurden in die verschiedenen Kaderstrukturen berufen – darunter auch zwei Vertreter*innen aus Bayern.

In den Paralympics-Kader wurden neben dem zweimaligen Paralympics-Sieger Martin Schulz (PTS5) und Paris-2024-Silbermedaillengewinner Max Gelhaar (PTS3) auch die bayerische Athletin Anja Renner (PTVI) sowie ihre Guide Maria Paulig aufgenommen.

Ebenfalls erfreulich aus bayerischer Sicht: Valentin Hanzer (PTS3) wurde erstmals in den Perspektivkader berufen. Hanzer überzeugte in dieser Saison mit starken Leistungen bei seinen ersten internationalen Rennen.

Komplettiert wird der Perspektivkader durch Neele Ludwig (PTS2), die erneut berücksichtigt wurde.

Bundestrainer Para Triathlon Tom Kosmehl blickt optimistisch auf die kommende Saison: „Wir haben auch für den kommenden Qualifikationszyklus Richtung Los Angeles 2028 wieder einen breit und stark aufgestellten Kader. Alle Para-Sportlerinnen und -Sportler gehören in ihren Klassen zur internationalen Spitze – das stimmt uns für das kommende Jahr sehr zuversichtlich.“

Ein Wochenende, drei Trainingsformen und viele neue Impulse – am 6. und 7. Dezember 2025 laden BVS Landestrainer Para Schwimmen, Christian Balaun, und BTV Landestrainerin Para Triathlon, Julia Fankel, zu einer verbandsübergreifenden Sichtungsveranstaltung für Para-Ausdauersportlerinnen und -sportler jeden Alters nach Nürnberg ein.
Das Angebot richtet sich gezielt an Rollstuhlfahrende, die Freude an Bewegung haben und den Para-Ausdauersport näher kennenlernen möchten. In einer offenen, praxisnahen Runde können Teilnehmende erste Erfahrungen im Wasser, im Athletikbereich und im Rollitraining sammeln. Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Ausprobieren und dem Austausch – ohne Leistungsdruck, und mit dem Ziel, Neues zu entdecken.

Die Verbände verfolgen damit das Ziel, frühzeitig Kontakte zu Familien und Interessierten zu knüpfen, sportliche Kompetenzen zu vermitteln und langfristig Strukturen im Para-Ausdauersport weiterzuentwickeln. Auch wenn die Veranstaltung kurzfristig terminiert ist, soll sie ein klares Signal setzen: „Rollifahrer legen los, geben Gas, können viel erreichen.“

Übersicht des Angebots:

Veranstaltung: Sichtung / niederschwelliger Einstieg in den Para-Ausdauersport

  • Zielgruppe: Rollstuhlfahrende
  • Termin: Samstag, 06.12.2025 und Sonntag, 07.12.2025
  • Ort / Rahmenprogramm:
    • Samstag – Anreise ab 16:00
      • Begrüßung ab 17:00 im Langwasserbad Nürnberg
      • anschließend Abendessen und Q&A im VfL-Sportheim
    • Sonntag
      • Trocken/Athletiktraining ab 09:00 (1 h) Sporthalle in der BBS
      • dann Trocken2/Rollitraining ca. 10:00-11:30 (1,5 h) im selben Raum
      • Abschluss um ca. 12:00
  • Selbstkostenbeitrag: 20 Euro; Abendessen und weitere Verpflegung auf eigene Kosten
  • Unterkunftsempfehlung: Arvena Park Hotel, Görlitzer Straße 5, 90473 Nürnberg, Telefon +49 (0) 911 89 22-107

Anmeldung unter Einladung Para Ausdauersport – Formular ausfüllen

Meine erste Teilnahme an den World Triathlon Championships – was für ein Erlebnis! Es war nicht nur meine erste Weltmeisterschaft, sondern auch das erste Mal, dass ich gemeinsam mit dem gesamten deutschen Team bestehend aus U23, Junior*innen und Elite zu einem internationalen Wettkampf gereist bin. Was mir besonders gut gefallen hat, war das gemeinsame Leben als gesamtes Team – Para und Nicht-Para zusammen. Im internationalen Vergleich ist das nicht selbstverständlich, und genau das macht es so wertvoll. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten, im Training oder einfach zwischendurch hatte man immer wieder die Gelegenheit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Dieses Miteinander hat für eine tolle Atmosphäre gesorgt und den Teamgeist unglaublich gestärkt.

Der Wettkampf

Natürlich war ich im Vorfeld sehr nervös. Eine zusätzliche Herausforderung kam dann auch noch dazu: Am Tag vor dem Rennen habe ich mir eine Entzündung am rechten Bein zugezogen. Das war natürlich alles andere als ideal und hat die Nervosität nicht gerade gemindert. Trotzdem habe ich versucht, den Fokus zu behalten und mich auf das Rennen zu freuen.

Zwei Triathleten im Ziel

Beim Schwimmen lief es richtig gut: ich kam als Zweiter aus dem Wasser und konnte damit optimal ins Rennen starten. Auf dem Rad habe ich alles gegeben, musste aber einige Plätze abgeben. Als es auf die Laufstrecke ging, habe ich die Schmerzen im Bein plötzlich deutlich gespürt. In der ersten von drei Runde war ich mir nicht sicher, ob ich das Rennen überhaupt zu Ende bringen könnte. Aber Aufgeben war keine Option. Ich habe mich durchgebissen, weitergekämpft und in der letzten Runde konnte ich sogar noch einen Konkurrenten überholen. Am Ende wurde ich Sechster und bin mit diesem Ergebnis wirklich super zufrieden.

Mit Rückenwind in die Off-Season

Diese Erfahrung hat mir unglaublich viel gegeben. Ich habe gemerkt, wie viel in mir steckt, auch wenn nicht alles perfekt läuft. Vor allem aber hat mir diese Weltmeisterschaft enorm viel Motivation und Selbstvertrauen gegeben. Davon werde ich in den kommenden Trainingsmonaten noch lange profitieren.

Ein besonderes Highlight abseits des Wettkampfs war unser gemeinsamer Whale-Watching-Ausflug vier Tage vor dem Rennen. Das war ein tolles Erlebnis und eine gute Gelegenheit, den Kopf freizubekommen und mal nicht ständig an den Wettkampf zu denken.

Insgesamt war diese Reise nach Australien ein unvergessliches Erlebnis – sportlich, emotional und menschlich. Ich nehme viele Eindrücke, Motivation und Energie mit und freue mich jetzt schon auf die kommende Saison.

Jetzt genieße ich aber erstmal die Off-Season, bevor es im November wieder richtig losgeht. Ich freue mich darauf, Dinge zu machen, für die während der Saison kaum Zeit bleibt: zum Beispiel mit Freunden Klettern zu gehen, Padel-Tennis zu spielen und einfach mal den Kopf freizubekommen. Und ja, meine Masterarbeit sollte ich wohl auch endlich fertig schreiben – Abgabe ist im Dezember.

Fotos: private Aufnahmen

Bei den Para Triathlon Weltmeisterschaften im australischen Wollongong haben die deutschen Athletinnen und Athleten starke Leistungen gezeigt. Martin Schulz (PTS5) sowie das bayerische Tandem Anja Renner (PTVI) mit Guide Maria Paulig sicherten sich jeweils die Bronzemedaille in ihren Startklassen. Valentin Hanzer und Max Gelhaar belegten in der PTS3-Klasse die Plätze fünf beziehungsweise sechs.

Anja Renner und ihr Guide Maria Paulig zeigten in der Startklasse PTVI ebenfalls ein starkes Rennen. Nach einem soliden Schwimmen kam das Duo auf Rang sechs aus dem Wasser und arbeitete sich auf dem Rad konzentriert nach vorne. Auf der Laufstrecke erhöhten beide das Tempo, überholten zunächst die brasilianischen und US-amerikanischen Konkurrentinnen und erkämpften sich zur Mitte der zweiten Laufrunde Platz drei. Mit einer Endzeit von 1:08:09 Stunden sicherten sie sich Bronze und wiederholten damit ihre Platzierung von den Paralympischen Spielen 2024 in Paris. Der Sieg ging an die Topfavoritin Susana Rodriguez (ESP, 1:04:43), Silber an Francesca Tarantello (ITA, 1:06:57).

In der Startklasse PTS3 feierte Newcomer Valentin Hanzer sein WM-Debüt. Er und Konkurrent Max Gelhaar mussten sich jedoch starker Konkurrenz stellen. Am Ende verpasste das deutsche Duo den Sprung auf das Podium. Nach gutem Schwimmen verlief das Radfahren für beide nicht optimal, sodass sie mit Rückstand auf die Spitze auf die Laufstrecke gingen. Der erfahrene Leipziger Gelhaar überquerte die Ziellinie als Fünfter (1:10:30) knapp vor WM-Debütant Hanzer (1:10:40). Den Titel holte sich Henry Urand (GBR, 1:06:14) vor Ryan Taylor (GBR, 1:08:36) und Daniel Molina (ESP, 1:09:19).

Bundestrainer Tom Kosmehl zeigte sich zufrieden: „Wir wollten zwei Medaillen – und die sind in der Sonne Australiens herausgesprungen. Für das Jahr nach den Paralympischen Spielen sind wir super zufrieden, nächstes Jahr greifen wir wieder richtig an.“

Foto: World Triathlon

Mehr als 100 junge Triathletinnen und Triathleten aus ganz Bayern stellten sich am vergangenen Wochenende beim Kadertest des Bayerischen Triathlon-Verbands den sportlichen Herausforderungen. Auf dem Programm standen Schwimm- und Laufdisziplinen, bei denen die Nachwuchsathletinnen und -athleten ihre Form unter Beweis stellen konnten.

Von den jüngsten Schülern bis hin zur Jugend B wurden sowohl im Wasser als auch auf der Laufbahn gute Leistungen erzielt. Besonders stark präsentierten sich unter anderem Lotte Fankel (Schüler B; SV Bayreuth), Enzo Thoulouze (Schüler B; TSV Gaimersheim), Zoé Thoulouze (Schüler A; TSV Gaimersheim), Mika Fankel (Schüler A; SV Bayreuth), Josephine Kujala (Jugend B; La Carrera Tri Team Rothsee) und Konstantin Koop (Jugend B; TV Eintracht Karlsfeld), die in ihren Altersklassen ganz vorne lagen. Auch in den Jugend A-Wertungen zeigten etwa Tom Kaebel (TV 1848 Coburg) und Magdalena Mayer (TG Viktoria Augsburg) hervorragende Ergebnisse.

Mann mit Hut neben Frau mit Klemmbret in der Hand

Ideale Bedingungen

Die Bedingungen für den Test waren nahezu ideal: angenehme Temperaturen, gute Stimmung und eine reibungslose Organisation. Dank der akribischen Vorbereitung von Roland und Teresa Knoll, die die schwerpunktmäßig die Schüler- und Jugendklassen betreuen, lief der Kadertest rundum perfekt ab. Unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern funktionierte das Zusammenspiel zwischen Zeitnahme, Material, Aufwärmorganisation und Testdurchführung reibungslos – beste Voraussetzungen für aussagekräftige Leistungen. Auch für Verpflegung war gesorgt, dank des Engagements des Partyservice Caterina.

Inklusion im Fokus: Para-Triathleten am Start

Auch die bayerischen Para-Triathletinnen und -Triathleten absolvierten ihre Tests mit großem Engagement und Erfolg. Für den sehbehinderten Florian Ramer fand sich sogar spontan noch kurz vor dem Start ein Guide: Florian Loos, dessen Tochter bei den Schülern B antrat, sprang zehn Minuten vor Testbeginn ein und unterstützte ihn hervorragend. Eltern und Sportler halfen zudem spontan beim sogenannten „Tapping“ – einer Technik, mit der blinde Athleten beim Schwimmen sicher geführt werden.

Gruppenbild

Die Para Triathletinnen und Triathleten beim Kadertest mit BTV-Maskottchen Sepp

Mit Hilfe des Guide-blinden-Netzwerks konnte Lasse Hasselbrink an den Start gehen. Stefan Marshall begleitete ihn über die drei Kilometer Laufstrecke. Lunel van der Merwe war gemeinsam mit Michelle Wagner unterwegs. Die beiden konnten sich über eine neue Bestzeit freuen, ebenso wie Sarah Steinke. Auch Julian Winter, der den Kadertest inmitten seines regulären Trainings absolvierte, zeigte sich mit seinen Leistungen sehr zufrieden. Besonders erfreulich: Lars Konek war erstmals beim Kadertest mit dabei und überzeugte gleich mit einem gelungenen Einstand.

Fotos: Julia Fankel, Guntram Rudolph

 

Der Bayerische Triathlon-Verband e.V. (BTV) ruft seine Mitgliedsvereine dazu auf, bis zum 15. September Anträge auf Fördergelder für Inklusions-Veranstaltungen im Jahr 2026 einzureichen.

Inklusive Veranstaltungen sind ein wichtiger Beitrag, um den Triathlonsport für alle Menschen erlebbar zu machen – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beeinträchtigung. Sie schaffen Räume der Begegnung, fördern den gegenseitigen Respekt und bauen Barrieren ab. Ob gemeinsames Training, Aktionstage, Wettkämpfe oder kreative Vereinsaktionen: Inklusion zeigt, wie vielfältig und bereichernd unser Sport sein kann.

Gefördert werden können unterschiedliche Maßnahmen – von Schnuppertagen für Menschen mit und ohne Behinderung über begleitete Trainingsangebote bis hin zu inklusiven Wettkämpfen. So haben Vereine die Chance, nicht nur sportliche Impulse zu setzen, sondern auch ein starkes gesellschaftliches Signal für Offenheit und Miteinander auszusenden.

Die Antragstellung ist unkompliziert und erfolgt per E-Mail an geschaeftsstelle@triathlonbayern.de

  • Name des Antragstellers
  • Name des Vereins
  • Telefonnummer
  • kurze Beschreibung der geplanten Maßnahme mit Datum
  • veranschlagte Fördersumme

Antragsfrist: 15. September 2025

Am 13. Juli 2025 wurden beim World Triathlon Hamburg auch die Deutschen Meisterschaften im Para‑Triathlon über die Kurzdistanz ausgetragen. Mehrere bayerische Athletinnen und Athleten waren am Start und feierten in der Hansestadt Erfolge.

Bereits um 7:20 Uhr fiel der Startschuss in der Alster: 1,5 km Schwimmen, anschließend 40 km auf dem Rad und 10 km Laufen standen an. Für sie war der frühe Start kein Problem: Annalena Tank dominierte in der Startklasse PTS 2 mit einer Zeit von 3:36:11 Stunden und sicherte sich somit den Deutschen Meistertitel.
Das Engagement der Regensburger Athletin geht weit über den Sport hinaus: Als Trainerin einerinklusiven Para‑Schwimmgruppe  gestaltet sie aktiv den Aufbau von Strukturen im Para‑Sport. In ihrem Verein ist sie wesentlich daran beteiligt, Barrieren abzubauen und Inklusion zu fördern.

Lars Konek (Tri Team Schongau) erreichte im Rennen der Männer in der Startklasse PTS 5 den zweiten Platz und erzielte eine Zeit von 2:54:57 Stunden, dicht hinter dem Deutschen Meister Wolfgang Probst. Konecht macht bereits seit 1997 und wechselte nach einem Unfall zum Para Triathlon. „Letztes Jahr habe ich eine Auszeit genommen“, berichtet er, „und das Rennen lief nach der Auszeit gut. In Hamburg bin ich schon ein paar Mal gestartet und sogar aufs Stockel gekommen!“

Para‑Triathlon in Bayern: Mehr Sichtbarkeit, Förderung und Perspektiven

Der Bayerische Triathlon‑Verband engagiert sich intensiv im Para Triathlon: Mit Schnupper‑ und Inklusionstagen ermöglicht er Einstiegsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung im Breitensport. Gleichzeitig fördert der Verband gezielt den Leistungssport durch den Landeskader Para, betreut von Trainerin Julia Fankel. Bereits beim Para Triathlon‑Kader‑Test Bayern im Frühjahr zeigte das bayerische Team trotz kleiner Besetzung große Leistungsbereitschaft und konnte in der Laufenden Saison einige Male bestätigen, dass die Form stimmt.

Foto: private Aufnahme

Zwei deutsche Para Aktive vertreten am Samstag beim Rennen der World Triathlon Para Series (WTPS) im italienischen Taranto die Deutsche Triathlon Union (DTU) und den BTV. Für Anja Renner (PTVI) ist es der zweite Start in der höchsten Para Rennklasse in diesem Jahr. Ebenfalls in Taranto dabei ist Valentin Hanzer (PTS3). Für ihn ist es nach drei guten Auftritten im Weltcup in den vergangenen acht Monaten der erste Start überhaupt in der World Triathlon Para Series.

Anja Renner, Dritte der Paralympischen Spiele von 2024, belegte Mitte Mai im japanischen Yokohama Rang zwei hinter der Italienerin Francesca Tarantello, die auch bei ihrem Heimspiel die schärfste Konkurrentin Renners ist. „Anja will ums Podium mitkämpfen. Die Konkurrenz ist sehr stark und gleicht einer WM oder den Paralympics“, erklärt Tom Kosmehl, Bundestrainer Para Triathlon.

Valentin Hanzer ist Senkrechstarter. Am vergangenen Wochenende siegte er in Schweinfurt und holte sich vor Max Gelhaar den DM-Titel. Auch international war er zuletzt mit er zwei Siegen und einen zweiten Platz erfolgreich. „Mal sehen, wie er sich schlägt. Er will an seine Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen“, sagt Kosmehl.

Zu den Startlisten geht es hier.