Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg: Gemeinsam wachsen, gemeinsam erfolgreich sein – Suche nach weiteren Talenten
Wenn morgens um sieben die ersten Bahnen im Becken gezogen werden, draußen langsam die Sonne über Nürnberg aufgeht und kurze Zeit später die Räder Richtung Reichswald rollen, beginnt am Bundesstützpunkt Triathlon Nürnberg der Alltag einer Trainingsgruppe, die in den kommenden Jahren wieder zu einer festen Größe im deutschen Nachwuchs- und U23-Triathlon werden soll.
Der fränkische Standort hat sich zu einer Talentschmiede entwickelt. Denn die Kombination aus guten Trainingsbedingungen, sportfreundlicher Umgebung, kurzen Wegen und Angeboten des BTV, wie dem „Haus der Athleten“, schafft ein Umfeld, das junge Sportlerinnen und Sportler auf den Leistungssport vorbereitet. Viele Talente haben hier bereits den Sprung auf die internationale Bühne geschafft. Daran soll nun angeknüpft werden.
Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit der Verantwortlichen steht dabei die U23-Gruppe am Bundesstützpunkt. Mit Tim Semmler, Jan Semmler, Chiara Göttler, Luis Rühl, Leann Dietzel und Matteo Kozka trainieren aktuell mehrere vielversprechende Athletinnen und Athleten gemeinsam in Nürnberg. Ziel ist es, noch weitere Talente zu begeistern, um eine starke Trainingsgruppe entwickeln, die sich gegenseitig täglich fordert und gemeinsam den nächsten Schritt Richtung internationale Spitze macht.
Mit viel Erfahrung angeleitet
Verantwortlich für die Arbeit am Stützpunkt sind die Bundesstützpunkttrainer Johnny Zipf und Simon Henseleit. Beide kennen als ehemalige Profiathleten die Anforderungen des internationalen Triathlons aus eigener Erfahrung. „Eine starke Trainingsgruppe ist im Triathlon unglaublich wichtig“, erklärt Johnny Zipf. „Gerade im U23-Bereich entscheidet oft das tägliche Umfeld darüber, wie sich Athletinnen und Athleten entwickeln. Wir wollen hier wieder eine Gruppe formen, in der man sich gegenseitig mitzieht, voneinander lernt und gemeinsam besser wird.“ Auch Simon Henseleit sieht darin einen entscheidenden Faktor: „Die Mischung passt aktuell sehr gut. Wir haben unterschiedliche Charaktere und verschiedene Stärken in der Gruppe. Genau daraus entsteht Dynamik. Jeder profitiert vom anderen.“
Dass diese Entwicklung bereits sichtbar wird, zeigen die Ergebnisse der vergangenen Monate. Die Athletinnen und Athleten des Bundesstützpunkts vertreten regelmäßig die deutschen Farben bei internationalen Wettkämpfen und sammeln wichtige Erfahrungen auf europäischer Ebene. Chiara Göttler schätzt vor allem das tägliche Miteinander: „Man hat hier nie das Gefühl, alleine zu trainieren. Egal ob harte Laufeinheit oder lange Ausfahrt – die Gruppe trägt einen mit. Das motiviert extrem.“
Ähnlich sieht es Jan Semmler: „Das Umfeld in Nürnberg ist einfach professionell. Gleichzeitig hilft man sich gegenseitig. Gerade an schwierigen Tagen macht das einen riesigen Unterschied.“
„Eigengewächse“ sollen nachfolgen
Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Nachwuchsarbeit. Roland Knoll und Teresa Knoll kümmern sich um die Zuführung junger Talente an den Bundesstützpunkt und begleiten viele Athletinnen und Athleten über Jahre hinweg auf ihrem Weg in den Leistungssport. Hanna Krauss arbeitet noch enger an der Basis und ist in Schulen und Vereinen unterwegs, um junge Menschen für den Sport zu begeistern und mit den Vereinen der Region zu verknüpfen.
Neben dem sportlichen bietet Nürnberg auch infrastrukturell ideale Voraussetzungen. Die jüngeren Athleten können im Internat der Sportschule unterkommen. Im „Haus der Athleten“ wohnen ältere Talente unter einem Dach. Schule oder Studium, Training und Regeneration lassen sich dadurch optimal miteinander verbinden. Gleichzeitig entsteht ein Teamgefühl, das weit über die Trainingseinheiten hinausgeht.
Genau diese Mischung macht den Bundesstützpunkt Nürnberg aktuell wieder besonders attraktiv – nicht nur für bayerische Talente, sondern auch darüber hinaus. Mit Matteo Kozka trainiert derzeit beispielsweise auch ein Athlet aus Baden-Württemberg am Standort. Doch dieses Konzept soll und darf weiter wachsen. Oder wie Johnny Zipf es formuliert: „Wir wollen nicht einfach nur gute Einzelathleten entwickeln. Unser Ziel ist es, eine Trainingskultur zu schaffen, in der langfristig Spitzenleistungen entstehen können.“

The groupmovement, frei
