Höchste Anerkennung erhalten: Jochen Rühl erhält die Ehrenmedaille verliehen

In einem feierlichen Staatsakt in der Münchner Residenz ist Jochen Rühl mit der „Ehrenmedaille für besondere Verdienste um den Sport in Bayern“ ausgezeichnet worden. Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann würdigte damit ein Engagement, das im Triathlon weit über das Übliche hinausgeht und vor allem eines verkörpert: Ausdauer im besten Sinne.

Wenn im Triathlon von Ausdauer die Rede ist, denkt man zunächst an lange Distanzen und intensive Wettkämpfe. Bei Jochen Rühl steht der Begriff seit vielen Jahren für etwas anderes: für Verlässlichkeit, Kontinuität und den unermüdlichen Einsatz für den Nachwuchs. Der erfahrene Ausdauersportler kennt beide Seiten – als aktiver Athlet, der selbst bis hin zu Weltmeisterschaften auf Hawaii aktiv war, und als engagierter Gestalter im Hintergrund, der seine Erfahrungen weitergibt.

Seine sportliche Heimat ist seit jeher der TSV Harburg

Dort begann sein Weg im Ehrenamt bereits vor über 20 Jahren – zunächst bei der Moderation des vereinseigenen Duathlons. Was damals als punktuelles Engagement begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer tragenden Rolle innerhalb der Triathlon-Abteilung.

Ein zentraler Meilenstein folgte 2012 mit der Gründung der Tria-Kids. Rühl übernahm selbst die Trainingsarbeit und legte damit den Grundstein für eine nachhaltige Nachwuchsförderung. Mit viel Gespür für die Bedürfnisse junger Sportlerinnen und Sportler entstand ein Umfeld, in dem nicht allein Leistung, sondern vor allem Freude an Bewegung und Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Aufbauend darauf wurde 2019 mit dem „Schwaben-Rudel“ eine weiterführende Förderstruktur geschaffen, die ambitionierten Jugendlichen gezielte Perspektiven eröffnet – mit sichtbarem Erfolg bis hinein in überregionale Wettkampfebenen.

Parallel dazu prägte Rühl auch die Entwicklung von Veranstaltungen maßgeblich. Seit 2017 verantwortet er als Organisationsleiter den Harburger Triathlon, der sich längst als feste Größe im bayerischen Nachwuchskalender etabliert hat und 2026 bereits in seine achte Auflage geht. Darüber hinaus bringt er sich als Sportwart und Jugendleiter ein, betreut die Ligamannschaften und ist im Verein ein verlässlicher Ansprechpartner in allen Bereichen.

Sein Engagement reicht dabei über den Verein hinaus. Auch auf Bezirks- und Verbandsebene wirkt Rühl aktiv mit, unter anderem als Jugendwart im Triathlon-Bezirk Schwaben sowie in der Unterstützung von Maßnahmen des Bayerischen Triathlon-Verbandes. Für viele Nachwuchsathletinnen und -athleten ist er dabei nicht nur Trainer, sondern ebenso Mentor und Vertrauensperson.

In seiner Laudatio betonte Joachim Herrmann die besondere Bedeutung solcher Persönlichkeiten für den Sport im Freistaat. Ehrenamtliche wie Jochen Rühl seien das Fundament, auf dem die sportliche Gemeinschaft aufbaue. Durch den Abend führte Tilmann Schöberl, der der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verlieh.

Foto: Alexandra Beier – Bayerisches Innenministerium