Cross-Duathlon in Kleinostheim feiert kleines Jubiläum

15 Jahre Rennspaß, oft matschig, immer voller Energie und Nachwuchsbegeisterung: Der Süwag Energie Cross-Duathlon in Kleinostheim hat sich über die Zeit vom kleinen Frühjahrstest zu einem festen Termin im bayerischen Rennkalender entwickelt. Was heute routiniert wirkt, begann ganz überschaubar mit einem engagierten Team der TSG Kleinostheim, einigen Dutzend Kindern und Jugendlichen und einer Strecke durch Wald und Wiesen. Daraus ist nach und nach eine kleine, aber feine Bühne für den Cross-Sport entstanden.

Jahr für Jahr wurde an Details gefeilt, wurden Abläufe verbessert und das Format behutsam erweitert. Aus dem familiären Format entwickelte sich ein verlässlicher Treffpunkt für Sportbegeisterte in Unterfranken, der zuletzt rund 80 Teilnehmende angezogen hat. Im Kern ist sich die Veranstaltung aber treu geblieben: erst laufen, dann aufs Rad, dann wieder laufen – Cross-Duathlon pur. Und das ausschließlich für den Nachwuchs. Nun steht die 15. Ausgabe an. Am 25. April 2026 geht es in Kleinostheim erneut auf die Strecke. Besonders ist dabei vor allem die Atmosphäre: Junge Einsteiger stehen neben Nachwuchstalenten, alle probieren sich aus, wachsen über sich hinaus und erleben den Wettkampf gemeinsam. Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis, warum sich das Rennen über so viele Jahre behauptet hat.

Kinder rennen auf Feldweg

Zum kleinen Jubiläum richtet sich der Blick auch hinter die Kulissen. Denn ohne das Organisationsteam, das jedes Jahr mit viel Einsatz Strecke, Ablauf und Stimmung gestaltet, wäre dieser Termin längst nicht das, was er heute ist. Spannend ist dabei die Frage, wann eigentlich der Moment kam, in dem klar wurde: Das hier hat Zukunft. Wir haben nachgefragt und Orga-Leiter Niklas hat geantwortet.

15 Jahre Süwag Energie Cross-Duathlon – was war rückblickend der Moment, an dem ihr gemerkt habt: Das hier bleibt?

Einen einzelnen Moment gab es eigentlich gar nicht, vielmehr war es eine Entwicklung über die Jahre. Da wir bewusst eine überschaubare Veranstaltung sind, kennen wir viele der teilnehmenden Kinder persönlich und sehen, dass sie Jahr für Jahr wiederkommen. Das ist für uns die schönste Bestätigung, weiterzumachen. Gleichzeitig zeigt uns die langjährige Unterstützung durch unseren Hauptverein, die vielen engagierten Helferinnen und Helfer sowie unsere Sponsoren, dass wir etwas auf die Beine gestellt haben, das Bestand hat.

Was hat sich in all den Jahren am stärksten verändert – Organisation, Teilnehmerfeld oder Anspruch der Rennen?

Am stärksten verändert hat sich eine Mischung aus Organisation und Anspruch – sowohl bei uns als Veranstalter als auch bei den Teilnehmenden. Ein gutes Beispiel ist die Zeitnahme: Während wir anfangs noch per Hand gestoppt haben, arbeiten wir inzwischen mit elektronischer Zeitnahme via Transponder und dieses Jahr erstmals sogar mit Splitzeiten. Auch im Organisationsteam gibt es immer wieder Veränderungen – ich selbst bin beispielsweise erst im ersten Jahr in der Hauptverantwortung. Das bringt Herausforderungen mit sich, aber mindestens genauso viele neue Ideen.

Gruppe von Menschen in gelben Warnwesten

Ohne das Orga-Team läuft natürlich nichts.

Wie gelingt euch der Spagat zwischen Einsteigerfreundlichkeit und sportlicher Herausforderung?

Das gelingt vor allem über die Streckenlängen und die Gestaltung der Kurse. Wir achten darauf, dass die Distanzen altersgerecht sind und niemand überfordert wird, gleichzeitig aber genügend Anspruch vorhanden ist, damit auch erfahrenere Teilnehmende gefordert werden. Ganz entscheidend ist dabei die Atmosphäre: Die soll bewusst offen, entspannt und familiär bleiben.

Blick auf Feldweg mit drei Menschen

Familiär und für alle – das ist das große Ziel der Veranstalter.

Gibt es eine Anekdote oder Szene, die für euch typisch für das Rennen ist?

Ja, die gibt es auf jeden Fall. Da viele Vereine mit mehreren Altersklassen bei uns starten, stehen oft Kinder am Streckenrand und feuern ihre Freundinnen und Freunde lautstark an – und zwar unabhängig von der Platzierung. Grundsätzlich wird hier wirklich jede und jeder angefeuert, auch aus anderen Vereinen. Diese Stimmung ist etwas ganz Besonderes und davon könnten sich so manche Erwachsene manchmal durchaus eine Scheibe abschneiden.

Worauf freut ihr euch bei der 15. Ausgabe am meisten?

Am meisten freuen wir uns auf das Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, von Teilnehmenden über Eltern bis zu Trainerinnen und Trainern anderer Vereine, und auf glückliche, zufriedene Teilnehmende im Ziel. Und ganz ehrlich: Vielleicht auch auf den Moment danach – wenn alles reibungslos gelaufen ist, abgebaut wurde und man am Abend gemeinsam noch ein Stück Kuchen genießen kann.

Danke! Wir wünschen auch für die nächsten 15 Jahre gutes Gelingen.